Warum du falsch recyclest, ohne es zu wollen (Teil 1/2)

Wenn du diesen Blogpost liest, ist dir vermutlich Nachhaltigkeit bereits ein Anliegen. Eventuell achtest du auch beispielsweise darauf, nicht unnötig Strecken mit dem Auto zu fahren, neue Dinge einzukaufen und stattdessen Müll richtig zu entsorgen.

Aber: Oft sind die Ansätze zwar gut gemeint, aber aufgrund fehlender Informationen falsch durchgeführt. Im Folgenden möchten wir dir die Top 6 Alltagsfehler beim Recycling vorstellen und dabei zeigen, wie du es ab jetzt besser machen kannst (Teil 1/2).

1. Papier ist nicht gleich Papier und gehört manchmal nicht in die Papiertonne

Pizza vom Lieferdienst gilt als einfache Option - generiert aber auch Müll (Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/pizza-sitzung-jung-kuche-7143088/)

In Deutschland lag der Altpapieranteil in 2019 bei rund 78%. Das ist in soweit beträchtlich, weil diese Quote im Jahr 2000 noch bei ca. 61% lag und seitdem kontinuierlich stieg. Wir Deutsche nutzen also mehr und mehr altes Papier in neuen Produkten (Quelle: Umweltbundesamt)

Das Problem: Nicht jedes Papier ist für die Tonne geeignet. Kassenzettel und Pizzaschachteln gehören beispielsweise nicht in den Papiermüll und verhindern das Recycling durch Beschichtung bzw. Fettrückstände.

Besser ist es, diese Dinge im Restmüll zu entsorgen oder natürlich noch besser, darauf gleich zu verzichten.




2. In welchen Container mit dem Buntglas?

Standest du auch schon mal vor dem Altglascontainer und warst dir unsicher, wohin beispielsweise deine blaue Sektflasche gehört? Damit bist du nicht allein. Es herrscht eine generelle Unsicherheit in Deutschland darüber, wohin die bunten Flaschen gehören.

Das Problem: Viele werfen in dieser Unsicherheit die Flaschen in den braunen Container. Dadurch kann aber der komplette Container unbrauchbar werden.

Besser ist es, dieses Glas in den Grünglascontainer zu werfen. Grünglas verträgt am ehesten andere Farben beim Einschmelzen (Quelle: Umweltbundesamt). Noch besser ist hierbei die alten Glasflaschen mit NEWBOTTLE upzucyclen. Du kannst uns beispielsweise deine alte Glasflasche schicken und daraus eine personalisierte Schale fertigen lassen.



3. Die richtige Entsorgung leerer Batterien

Batterien in allen Größen begleiten uns häufig im Alltag (Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/batterien-lot-1084213/)
"43.334 Tonnen Gerätebatterien wurden alleine 2011 in den Verkehr gebracht" (Umwelt- bundesamt)

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 43.334 Tonnen Gerätebatterien in Verkehr gebracht – dies waren über 1,5 Milliarden Stück und so viele wie in keinem Jahr zuvor (Quelle Umweltbundesamt). Batterien sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzdenken, wenn man an Fernbedienungen, Körperwaage, Computer Maus & Co im Haushalt denken. Aber: Es wurden in Deutschland im Jahr 2020 nur 46% rückgeführt (Quelle: Umweltbundesamt). Leider werden die alten Batterien stattdessen oft über den Hausmüll entsorgt. Das Problem dabei ist, dass Batterien umweltschädliche Stoffe enthalten. Blei als Bestandteil reichert sich in Luft und Wasser an und führt bei Kindern zu Entwicklungs- und Wachstumsstörungen sowie zu mangelnder Hirnentwicklung. Quecksilber ist laut Deutscher Umwelthilfe hochgiftig und kann zu Beeinträchtigungen des Nerven-, des Immun- und des Fortpflanzungssystems führen (Quelle: Infranken)

Besser ist es, die Batterien in einem der nahegelegenden Supermärkte zurückzugeben. Dort haben sie die vier Rücknahmesysteme wie u.a. das Gemeinsam Rücknahmesystem (GRS) etabliert. Ihr findet die Rücknahmeboxen häufig an der Kasse oder bei den Pfandautomaten.

Beispielkarten eines Rücknahmesystems (Quelle: https://www.flickr.com/photos/zumgoldenenhirschen/5413260880)

In diesem ersten Teil haven wir von NEWBOTTLE versucht, dir zu zeigen welchen Stolpersteine es beim Recycling im Alltag geben kann. Wir hoffen, dass dir der Beitrag gefallen hat und du in Zukunft beim Recycling informierter handeln kannst. Weiter so - die Umwelt wird es dir danken!

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